Institute des Fachbereichs

Der Fachbereich Rechtswissenschaft war in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts in der Forschung und Lehre ein avantgardistischer Fachbereich, was zu manchen Reibungen mit dem mainstream der scientific community geführt hat. Heute stellen die »Bremer Themen« von ehedem zentrale gesellschaftliche Herausforderungen an die Rechtswissenschaft dar:

Schon früh wurde in Bremen über die Stärkung der Verbraucherrechte durch europäischen Verbraucherschutz nachgedacht.

Die rechtliche Gestaltung der Gegenwart und Zukunft der Systeme der Gesundheitsversorgung wird seit vielen Jahren von dem renommierten und richtungsweisenden Institut für Informations-, Gesundheits- und Medizinrecht erforscht.

Die Klimakatastrophe und die Überfischung der Meere waren hier schon Thema der Forschungsstelle Europäisches Umweltrecht als dies noch als »grüne Schwarzmalerei« galt.

Wirtschafts- und Gesellschaftsrecht wird in Bremen traditionell in einer europäischen Perspektive und in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Politik- und Wirtschaftswissenschaftlern betrieben, wofür insbesondere das Zentrum für europäische Rechtspolitik steht.

Die Forschungen zum Arbeitsmarkt und den sozialen Sicherungssystemen integrieren Arbeits- und Sozialrecht mit der Genderperspektive, stellen die europäischen und internationalen Bezüge einer globalisierten Arbeitswelt her und legen großen Wert auf ihre Anschlussfähigkeit zu den Sozialwissenschaften.

Die strafrechtlichen Forschungen in Bremen waren immer schon intensiv an den kriminalpolitischen Rahmenbedingungen der europäischen Strafrechtsentwicklung und an den zentralen Bereichen Drogenstrafrecht, Umweltstrafrecht, Wirtschaftsstrafrecht und der Modernisierung von Sanktionen und Verfahren interessiert.

Das derzeit jüngste Institut des Fachbereichs ist das im Dezember 2012 gegründete Institut für Handelsrecht. Dieses führt die Kompetenzen des Fachbereichs auf den Gebieten des Handels-, Gesellschafts- und Wirtschaftsrechts zusammen.