Laufende Projekte

Die Mitarbeiter/-innen des Bremer Instituts für Kriminalwissenschaften arbeiten an verschiedenen Fragestellungen und Projekten.

Promotionen

Shirin Dirks

Shirin Dirks beschäftigt sich mit der Einwilligungsproblematik im Bereich des Strafrechts. Die Einwilligung spielt in vielen Bereichen, wie dem Sport, der Medizin und dem Sexualstrafrecht eine Rolle und hat durch die Reform des Sexualstrafrechts an Bedeutung gewonnen.

Maite Knopp

Coming up soon

Saber Meglalu

Aus der Anpassung der gerichtlichen Strafverfahren und des Strafprozessrechts an die Digitalisierung zahlreicher Lebensbereiche ergeben sich teils grundlegende, teils spezielle Rechtsfragen. Saber Meglalu beschäftigt sich im Rahmen der Promotion mit Abgrenzungsfragen im Bereich der Einsichts- und Besichtigungsrechte im strafprozessualen Sinne. Hiermit gehen bedeutsame Herausforderungen für die in der Praxis Beteiligten bzw. Betroffenen einher. Insbesondere auf die Reichweite und der gerichtlichen Überprüfbarkeit dieser Rechte wird ein besonderes Augenmerk geworfen. Hierbei werden Ansätze aus der Rechtsprechung, der Rechtswissenschaft und weitere kriminalpolitische Erwägungen aufgezeigt. Letztlich soll ein Lösungsansatz entwickelt werden, der zu gerechten und dogmatisch sauberen Ergebnissen führt.

Gianna Magdalena Schlichte

In ihrem Promotionsprojekt beschäftigt sich Gianna M. Schlichte aus einer dekonstruktiven, traumatheoretischen Perspektive mit den (un)möglichen Übersetzungsprozessen von Opfergeschichten in gerichtliche Wahrheit und den damit verbundenen Ein- und Ausschlüssen juristischer Sprache. Untersuchungsgegenstand ist die Institution der Opferbeteiligung am Internationalen Strafgerichtshof. Im Rahmen ihrer Forschung arbeitete sie bei einer kenianischen Rechtshilfeorganisation, die Opfer der sogenannten post-election violence vertritt und berät und beim Office of Public Counsel for Victims am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag.

Habilitation

Dr. Mohamad El-Ghazi

In seinem Habilitationsprojekt befasst sich Dr. El-Ghazi mit der materiellen Konkurrenzlehre, insbesondere mit der im deutschen Strafrecht vorherrschenden Dichotomie zwischen Ideal- und Realkonkurrenz. Er hinterfragt sowohl die dogmengeschichtliche Herleitung dieser Figuren als auch die Berechtigung der hiermit verbundenen Konsequenzen bei der Rechtsfolgenbemessung. Wodurch ist es zu rechtfertigen, dass bei der Verwirklichung mehrerer Straftatbestände durch eine singuläre Handlung im konkurrenzrechtlichen Sinne das Absorptions-, während bei mehreren Handlungen das Asperationsprinzip Platz greifen soll? Diese Differenzierung bedarf unter der Geltung des Schuld- und Gleichheitsgrundsatzes einer Rechtfertigung. Soweit sich ein Differenzierungsgrund benennen ließe, müsste die gesamte Lehre zur Abgrenzung zwischen Ideal- und Realkonkurrenz samt ihrer Unterfiguren (natürliche und tatbestandliche Handlungseinheit, Bewertungseinheit, Verklammerung usw.) an diesem teleologisch ausgerichtet werden.

 

Projektantrag Prof. Dr. Ingeborg Zerbes und Dr. Mohamad El-Ghazi

Wir arbeiten gerade an einem Projektantrag zum Thema Radikalisierung und Rechtsstaat. Es geht darum, die diskursiven Verschiebungen in der Verhandlung rechtsstaatlicher Grenzen der Terrorismusbekämpfung im Gefahrenabwehrrecht nachzuzeichnen und in diesem Zusammenhang die (Un)verfügbarkeit ebenjener Grenzen auszuloten.