Abgeschlossene Forschungsprojekte

INTEGRATE-HTA – „Integrated health technology assessment for evaluating complex technologies“
Virtuelle Welten
Gebotene Präventivmedizin oder unzulässige Übermaßbehandlung? – Rechtliche Rahmenbedingungen am Beispiel des Einsatzes der Hormonersatztherapie
Kosten und Nutzen der (Nicht-)Prävention in Deutschland - Prävention durch Recht
Risiken verringern – Sicherheit steigern II: Schulung und Fortbildung. Kinderkliniken für Patientensicherheit
Chancen und Risiken im Gesundheitssystem: Evidence-Based Medicine, Health Technology Assessment und gesundheitsrechtliche Regulierung
Sponsoring ärztlicher Fortbildung
Risiken verringern – Sicherheit steigern. Kinderkliniken für Patientensicherheit
Ärztliche Leitlinien: Professionelle Normbildung, Recht und Empirie
Patientenrechtegesetz (PatRG)
Recht und Realität des informed consent - Rechtliche Rahmenbedingungen des informationellen Konsensprinzips unter den Bedingungen der Molekularen Medizin
Medizinische Behandlungsfehler in Deutschland - Inzidenz, Ursachen und Präventionsmöglichkeiten
Bürgerbeteiligung im Medizin- und Gesundheitssystem
Charta der Patientenrechte
Bürgerorientierung des Gesundheitswesens
Risikotransparenz als Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit von Märkten und Regulierungen
Risikomanagement und Patientensicherheit in Stadtbremischen Krankenhäusern
Technisierung, Objektivierung, Ökonomisierung und Verrechtlichung von Behandlungs- und Kommunikationsprozessen in der Medizin

INTEGRATE-HTA – „Integrated health technology assessment for evaluating complex technologies“

Unter Federführung der Abteilung für Versorgungsforschung des Instituts für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen arbeiteten in dem von der EU geförderten Projekt (Leitung: Prof. Dr. Ansgar Gerhardus) neben der Universität Bremen sechs weitere Partnerinstitutionen aus den Niederlanden, Norwegen, England, Italien und Deutschland zusammen. Ziel des Projektes war die Entwicklung von Methoden zur interdisziplinären Bewertung von komplexen Gesundheitsleistungen unter Berücksichtigung medizinischer, wirtschaftlicher, ethischer, soziokultureller und rechtlicher Aspekte. Das IGMR (Prof. Dr. Benedikt Buchner, Jan Brönneke) befasste sich im Rahmen dieses Projekts mit rechtlichen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Bewertung komplexer Versorgungsleistungen.

Weltweit nimmt die Zahl der Menschen mit chronischen Erkrankungen zu. Chronische Erkrankungen, wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen oder Krebs haben vielschichtige Ursachen und Verläufe. Die Prävention und die Versorgung dieser Erkrankungen erfordern eine Vielzahl komplexer und gut abgestimmter Maßnahmen bzw. Maßnahmenbündel. Beispiele sind Disease-Management-Programme, Konzepte zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankung oder die palliative Versorgung von schwerkranken Menschen. Bei der Frage welche dieser Maßnahmen für welche Patienten in welcher Situation am besten geeignet sind, müssen medizinische, wirtschaftliche, ethische, sozio-kulturelle und rechtliche Aspekte ebenso beachtet werden, wie die Wünsche der Patienten und der Kontext, in dem die Maßnahmen angewandt werden. Mit INTEGRATE-HTA wurden, am Beispiel der Palliativversorgung, Methoden bzw. Instrumente entwickelt, die komplexe Versorgungsleistungen unter Berücksichtigung der genannten Aspekte bewerten können.

Anwender, Nutzer und Entscheidungsträger sollten dadurch Werkzeuge an die Hand bekommen, die eine systematische Einschätzung von komplexen Gesundheitsleistungen auf dem aktuellsten Stand der Forschung ermöglicht.

Laufzeit: 2013 - 2015