Aktuelles

Schlüsselqualifikation "Wie funktioniert IT?" untermauert Kooperation zwischen FB3 und FB6

Recht und Technik – wie hängt das eigentlich miteinander zusammen? Diese Frage beantworteten Prof. Dr. Thomas Kemmerich und Dr. Karsten Sohr vom Fachbereich 3 an der Universität Bremen im Rahmen der Schlüsselqualifikation "Wie funktioniert IT?" für technikaffine Juristen. Die Veranstaltung entstand in Zusammenarbeit mit Dr. Dennis-Kenji Kipker vom FB6 in der Veranstaltung "IT-Sicherheitsrecht" und soll dem Bedürfnis Rechnung tragen, dass im Bereich des IT-Rechts rechtliche Kenntnisse allein oftmals nicht ausreichend sind. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten einen Einblick in wesentliche Grundsätze wie Bits und Bytes, Rechnerarchitektur, Funktionsweise des Internets, Verschlüsselung, Bedrohungen und Programmiersprachen. Auch im kommenden Jahr soll "Wie funktioniert IT?" wieder angeboten werden.

Künstliche Intelligenz – Herausforderungen und Potenziale

Zum IV. Deutsch-Chinesischen Wirtschaftsdialog des Deutschen Wirtschaftsrats am 11. Oktober 2018 in Berlin war Dr. Dennis-Kenji Kipker als Teilnehmer der Podiumsdiskussion eingeladen. Nach einleitenden Worten von Miguel Berger (Leiter der Abteilung für Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung im Auswärtigen Amt) und Weidong Wang (Gesandter-Botschaftsrat der Volksrepublik China in der Bundesrepublik Deutschland) sprach Kipker unter anderem mit Clas Neumann (Senior Vice President, SAP), Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas (Abteilungsleiter Schlüsseltechnologien – Bundesministerium für Bildung und Forschung) und Walter Haas (CTO, Huawei Technologies Deutschland GmbH) über die Herausforderungen und Potenziale der Künstlichen Intelligenz im deutsch-chinesischen Verhältnis. Dennis-Kenji Kipker beleuchtete dabei insbesondere Fragen der IT-Sicherheit und des Verbrauchervertrauens, das vor allem nur durch angemessene Datenschutzregelungen „by design“ und sichere Kommunikationskanäle sowie Produktzertifizierungen gewährleistet werden könne.

 

Berufung von Prof. Hase in den G-BA

Zum 1. Juli 2018 ist Prof. Dr. Friedhelm Hase als stellvertretender Vorsitzender in den Gemeinsamen Bundesausschuss berufen worden. Der Ausschuss ist für den Gesundheitssektor in Deutschland von außerordentlich großer Bedeutung: Als oberstes Beschlussgremium der „gemeinsamen Selbstverwaltung“ erlässt er vor allem Richtlinien, d.h. untergesetzliche Rechtsnormen, in denen die Versorgung von mehr als 70 Millionen Krankenversicherten (für Ärzte, Krankenhäuser, Apotheker, Pharmahersteller usw.) verbindlich ausgestaltet wird.

 

Bundesweiter IT-Sicherheitsstudie: Cyberangriffe nehmen weiter zu

Cyberangriffe durch betrügerische Phishing-Mails und Schadprogramme, die ganze Computersysteme lahmlegen, nehmen weiterhin zu. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten IT-Sicherheitsstudie unter Beteiligung des IGMR. Betroffen sind dabei nicht nur kleine und große Unternehmen, sondern vermehrt auch Bürgerinnen und Bürger, sodass dringend zu raten ist, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter intensiver für die IT-Sicherheit zu schulen.

Im Rahmen der deutschlandweiten IT-Sicherheitsstudie „Monitor IT-Sicherheit Kritischer Infrastrukturen“ wurden von Oktober 2017 bis einschließlich Januar 2018 zahlreiche sogenannte Kritische Infrastrukturen wie etwa Flughäfen, Kontrollzentren für den Schienenverkehr, Krankenhäuser, Banken, Versicherungen, Atomkraftwerke oder Wasserwerke befragt. Die Studie – auch Monitor-Umfrage genannt – entstand im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Förderschwerpunkts „IT-Sicherheit für Kritische Infrastrukturen“ (ITS|KRITIS). Die Leitung des Forschungsvorhabens hat die Universität der Bundeswehr München. Beteiligt sind neben der Universität Bremen die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik (DKE) im VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik). Es handelt sich um die mittlerweile zweite Monitor-Umfrage. Die erste wurde 2017 veröffentlicht.

Weitere Informationen: https://monitor.itskritis.de/

Kontakt:
Dr. Dennis-Kenji Kipker
Tel.: +49 151-40223163
E-Mail: kipker@uni-bremen.de

Pressemitteilung der Universität zur Studie

 

Aktuelle Forschungsprojekte

DecADe Projekt zur Erkennung und Aufkärung von IT-Sicherheitsvorfällen

Unter dem Titel „Decentralized Anomaly Detection“ (DecADe) ist ein neues Projekt zur Erkennung und Aufkärung von IT-Sicherheitsvorfällen gestartet, das ab dem 1.07.2016 vom Institut für Informations-, Gesundheits- und Medizinrecht (IGMR) rechtlich begleitet wird. Das vom BMBF im Rahmen des Programms „IKT 2020 – Forschung für Innovationen“ über einen Zeitraum von drei Jahren geförderte Projekt beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der Anomalieerkennung in vernetzten IT-Systemen.

Durch die zunehmende Vernetzung und Interaktion einer wachsenden Anzahl von Rechnern in komplexen IT-Systemen entstehen neue Risiken und Angriffspotentiale, gegen die bislang nur unzureichend geschützt werden kann. Das Projekt befasst sich dabei schwerpunktmäßig mit zwei unterschiedlichen Anwendungsfällen, bei denen hohe Sicherheitsanforderungen besondere Ansprüche an die Betriebssicherheit der IT-Komponenten stellen: vernetze IT-Systeme in Flugzeugen und in Automobilen.

In Flugzeugen und in Automobilen werden verteilte Controller eingesetzt, die eine Vielzahl unterschiedlicher Daten erfassen und Funktionen bereitstellen. Die zentrale Idee des Projekts ist es, die ungenutzten Rechenkapazitäten dieser Komponenten zur Erhebung von Monitoring-Daten und damit einer dezentralen und autonomen Überwachung des Gesamtsystems zu nutzen. Da viele dieser Daten einen Personenbezug aufweisen, sind bei ihrer Auswertung datenschutzrechtliche Vorgaben zu beachten.

Die rechtliche Begleitung des Gesamtprojekts umfasst daher in einem ersten Schritt die datenschutzrechtliche Analyse und Bewertung der unterschiedlichen Datenverarbeitungsprozesse und prüft, wie sich diese technisch möglichst so gestalten lassen, dass die ausgewerteten Daten datenschutzrechtlich irrelevant bleiben. Dort wo dies nicht möglich ist und technische Daten zugleich als personenbezogene Daten einzuordnen sind, wird in einem zweiten Schritt geprüft, wie eine rechtskonforme Datenverarbeitung gewährleistet werden kann. Ziel ist es dabei, die technische Entwicklung und Ausgestaltung der Datenverarbeitungsprozesse von Anfang an im Sinne eines Privacy by Design („Datenschutz durch Technik“) mitzugestalten.

Laufzeit: 2016-2019

VeSiKi - Vernetzte IT-Sicherheit für Kritische Infrastrukturen

Seit 2015 arbeitet das IGMR im Rahmen des BMBF-geförderten Projekt VeSiKi - Vernetzte IT-Sicherheit für Kritische Infrastrukturen. VeSiKi ist ein Begleitforschungsprojekt, das über einen Zeitraum von 3,5 Jahren die Verbundprojekte des Förderschwerpunktes IT-Sicherheit Kritischer Infrastrukturen unterstützt und langfristig ein Rahmenwerk “Vernetzte IT-Sicherheit kritischer Infrastrukturen” entwickelt. Unsere Projektpartner sind die Professur für Wirtschaftsinformatik der Universität der Bundeswehr München, das Kompetenzzentrum IT-Sicherheit der Deutschen Kommission für Elektrotechnik (Frankfurt), sowie der Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik an der Universität Erlangen-Nürnberg. Das Begleitforschungsvorhaben fördert den Dialog und Austausch sowie eine sektorenübergreifende Vernetzung über die Verbundprojekte. VeSiKi unterstützt bei gemeinsamen Aktivitäten und fördert so Synergieeffekte. Weiterhin bietet VeSiKI den Verbundprojekten Unterstützung in der Normierung und Standardisierung sowie bei der IT-rechtskonformen Gestaltung. VeSiKi hilft zudem bei der Erzeugung von Akzeptanz und Sichtbarkeit der Projektergebnisse und der Öffentlichkeitswirksamkeit. Ansprechpartner für das Forschungsvorhaben sind an der Universität Bremen Prof. Dr. Benedikt Buchner und Dennis-Kenji Kipker vom Institut für Informations-, Gesundheits- und Medizinrecht (IGMR).

Laufzeit: 2015-2018

IT‐Security Landscape - Arbeitspapier im Rahmen des Forschungsprojekts „Vernetzte IT‐Sicherheit Kritischer Infrastrukturen“ (VeSiKi)

Mitarbeit und Forschung am IGMR


Wir sind stets auf der Suche nach qualifizierten Juristinnen und Juristen, die sich bei uns am Institut mit Fragen des Informations- oder des Gesundheits- und Medizinrechts befassen wollen. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, im Lehr- und Forschungsalltag einer interdisziplinären Universitätseinrichtung mitzuwirken und sich dabei selbst insbesondere in Form einer Promotion weiter zu qualifizieren.

Wenn Sie sich für eine Mitarbeit an unserem Institut interessieren und Sie Ihr juristisches Staatsexamen mindestens mit der Note vollbefriedigend abgeschlossen haben, würden wir uns darüber freuen, Sie kennen zu lernen. Auch wenn keine aktuellen Stellenangebote vorliegen sollten, sind wir an Initiativbewerbungen interessiert.

Schicken Sie uns bitte Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse, etc.) an igmr@uni-bremen.de.