Aktuelles

 

Nachruf

13.09.2018
Foto: Frank Thomas KochFoto: Frank Thomas Koch
auf die ehemalige Direktorin des Sozialgerichts Bremen Renate Holst (1950 - 2018)

Renate Holst ist am 03.08.2018 nach sehr kurzer schwerer Krankheit verstorben. Der Fachbereich Rechtswissenschaft trauert um die ehemalige Direktorin des Sozialgerichts Bremen, die am universitären Schwerpunktstudium in der Lehre und als Prüferin bis 2011 als Lehrbeauftragte mitwirkte.

Mit ihrer den Studierenden zugewandten Persönlichkeit, dem Fachwissen und ihrer langjährigen Praxiserfahrung bereicherte Renate Holst nachhaltig den seit 2007 am Fachbereich Rechtswissenschaft bestehenden universitären Schwerpunkt „Arbeits- und Sozialrecht im internationalen und supranationalen Kontext“. Sie unterrichtete das sozialrechtliche gerichtliche Verfahren.

Ihr Mitwirken als Prüferin zum universitären Teil des Ersten Staatsexamens war von ihrem großen Respekt gegenüber den Studierenden geprägt. Ihr gelang es trotz der inhaltlich anspruchsvollen Fachfragen die mündliche Prüfung angstfrei zu gestalten.

Renate Holst war von 2001 bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand im Februar 2016 Direktorin des Sozialgerichts Bremen. Sie war zuvor nach einem Studium der Rechtswissenschaften in Göttingen und Kiel und dem Referendariat in Bremen und ihrer Tätigkeit bei der Bundesanstalt für Arbeit seit 1984 in der Sozialgerichtsbarkeit tätig.

Sie war bundesweit zum Sozialrecht engagiert und war u. a. Mitautorin des im Luchterhand-Verlag erschienen Kommentars zum SGB III – Arbeitsförderung. Sie beteiligte sich am Deutschen Sozialgerichtstag e. V. seit dessen Gründung.  Zuletzt war sie dessen Vizepräsidentin.

Es ist sicherlich auch der Persönlichkeit von Renate Holst zu verdanken, dass sich mehrere Studierende des arbeits- und sozialrechtlichen Schwerpunktes nach dem zweiten Staatsexamen für die Sozialgerichtsbarkeit entschieden. Sie begann außerdem mit mehreren Fahrten zum Bundessozialgericht nach Kassel die Tradition des Schwerpunktes, Teilnehmende des arbeits- und sozialrechtlichen Schwerpunktes die Teilnahme an Gerichtsverhandlungen der beiden höchsten arbeits- und sozialrechtlichen Fachgerichte anzubieten. Der Besuch von Verhandlungen des Bundessozialgerichts mit Renate Holst dürfte zumindest mittelbar auch ein Anstoß für die Präsidentinnen und Präsidenten der Landessozialgerichte gewesen sein, sich im Mai 2018 grundsätzlich für die Einrichtung eines Moot Courts auszusprechen.

Autorin: Prof. Dr. Ursula Rust, am Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Bremen verantwortlich für den arbeits- und sozialrechtlichen Schwerpunkt.

Gemeinsamer Workshop zum Thema Mieterschutz an der Hanyang University

Auf Einladung der deutsch-koreanischen Juristenvereinigung und der Korean Association for Housing Policy Studies hat Prof. Christoph Schmid Anfang September die Hanyang University Seoul sowie die Busan State University besucht. Höhepunkt des Besuchs war ein gemeinsamer Workshop zum Thema " Wohnungsmietrecht in Europa und Korea - Vorschläge zum Mieterschutz". Im Rahmen des Besuchs wurde die Gründung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zum Wohnungsrecht vereinbart, die den koreanischen Gesetzgeber bei anstehenden Reformen beraten soll. Der Gastgeber Prof. Daewoo Kwon, der an der Universität Bonn promoviert hat und fließend Deutsch spricht, wird für einen Gegenbesuch an der Universität Bremen anlässlich des nächsten Housing Law Workshops von Prof. Schmid im Mai 2019 erwartet.

Hinweis

13.08.2018
Abgabefrist hat sich verlängert

Durch die verkürzten Öffnungszeiten des Juridicums bis zum 08.09.2018, verlängert sich die Abgabefrist der Hausarbeit in der Universitären Schwerpunktbereichsprüfung im SoSe 2018 vom 27.09.2018 auf den 28.09.2018.

Den aktuellen Prüfungsplan für die Schwerpunktbereichshausarbeit finden Sie hier.

Frau Dr. jur.?!

06.08.2018
Workshop zu Chancen & Risiken einer Promotion

Promovieren, ja oder nein? Welche Berufsperspektiven eröffnet eine Promotion in und außerhalb der Wissenschaft?

28. September 2018 | 14.00 bis 19.00 Uhr

Der Workshop für Promotionsinteressentinnen informiert zum Promotionsprozess in den Rechtswissenschaften und bietet die Möglichkeit eines Austauschs mit promovierten Juristinnen und Promovendinnen. Ziel ist es, eigene Wünsche, Interessen und Motivationen für eine Promotion auszuloten und diese mit den persönlichen und strukturellen Rahmenbedingungen abzugleichen.

Leitung:
Franziska Jantzen, Juristin und Coach

Gäste:
Prof. Dr. Ingeborg Zerbes, Rechtswissenschaft Universität Bremen
Dr. Imke Sommer, Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Bremen
Daisy Hullmeine, Promovendin der Rechtswissenschaft, Universität Bremen

Eine Anmeldung ist erforderlich:
E-Mail:  chancen2@uni-bremen.de

 

Stellvertretender Vorsitzender ab Juli 2018

Zum 1. Juli 2018 ist Prof. Dr. Friedhelm Hase als stellvertretender Vorsitzender in den Gemeinsamen Bundesausschuss berufen worden. Der Ausschuss ist für den Gesundheitssektor in Deutschland von außerordentlich großer Bedeutung: Als oberstes Beschlussgremium der „gemeinsamen Selbstverwaltung“ erlässt er vor allem Richtlinien, d.h. untergesetzliche Rechtsnormen, in denen die Versorgung von mehr als 70 Millionen Krankenversicherten (für Ärzte, Krankenhäuser, Apotheker, Pharmahersteller usw.) verbindlich ausgestaltet wird.

Cyberangriffe nehmen weiterhin zu

Cyberangriffe durch betrügerische Phishing-Mails und Schadprogramme, die ganze Computersysteme lahmlegen, nehmen weiterhin zu. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten IT-Sicherheitsstudie unter Beteiligung des Instituts für Informations- Gesundheits- und Medizinrecht (IGMR). Betroffen sind dabei nicht nur kleine und große Unternehmen, sondern vermehrt auch Bürgerinnen und Bürger, so die Bremer IT-Experten. Sie raten dringend, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter intensiver für die IT-Sicherheit zu schulen.

Im Rahmen der deutschlandweiten IT-Sicherheitsstudie „Monitor IT-Sicherheit Kritischer Infrastrukturen“ wurden von Oktober 2017 bis einschließlich Januar 2018 zahlreiche sogenannte Kritische Infrastrukturen befragt. Darunter versteht man zum Beispiel Flughäfen, Kontrollzentren für den Schienenverkehr, Krankenhäuser, Banken, Versicherungen, Atomkraftwerke oder Wasserwerke. Die Studie – auch Monitor-Umfrage genannt – entstand im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Förderschwerpunkts „IT-Sicherheit für Kritische Infrastrukturen“ (ITS|KRITIS). Die Leitung des Forschungsvorhabens hat die Universität der Bundeswehr München. Beteiligt sind neben der Universität Bremen die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik (DKE) im VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik). Es handelt sich um die mittlerweile zweite Monitor-Umfrage. Die erste wurde 2017 veröffentlicht.

Pressemitteilung der Universität zur Studie

 

Was der Studienstandort Bremen bietet

Info-Abend am 15. August

Im September 2018 startet die neue Mediationsausbildung, die von der Akademie für Weiterbildung der Universität Bremen in Kooperation mit dem Fachbereich Rechtswissenschaft angeboten wird.

Mit dem berufsbegleitenden Angebot können sich Interessierte in 14 Monaten zur „Zertifizierten Mediatorin“ bzw. zum „Zertifizierten Mediator“ nach dem Mediationsgesetz qualifizieren.

Auf dem Info-Abend in der Akademie für Weiterbildung am 15. August von 17:00 – 18:30 Uhr können sich Interessierte einen Überblick über Inhalte, Studienkonzept und Ziele der Ausbildung verschaffen sowie die Lehrenden persönlich kennenlernen.

Die Veranstaltung findet in der Akademie für Weiterbildung im Zentralbereich (Raum B1300) statt. Um eine Anmeldung per Telefon (0421 – 218 61 622) oder E-Mail (mglomba@uni-bremen.de) wird gebeten.

 Flyer zum Kurs

Weitere Informationen unter
https://www.uni-bremen.de/weiterbildung/fuer-den-beruf/management-recht-soziales/mediation.html

im Ablauf der Schwerpunktbereichsprüfung

Näheres erfahren Sie hier:

Prüfungsablauf im Sommersemester 2018

S
Ergebnisbericht

Als Folgeaktivität zum Tenlaw-Projekt (www.tenlaw.uni-bremen.de), das das ZERP von 2011 bis 2016 koordiniert hat, fand vom 24. bis 25.5. am Fachbereich ein Workshop zu Housing Law and Policy statt. Auf Einladung von Prof. Christoph Schmid befassten sich bekannte internationale Referenten mit aktuellen Entwicklungen von Wohnungspolitik und -recht in England, Irland, den USA (New York), Spanien, Malta, Deutschland, den Niederlanden, Skandinavien und Rumänien. Dabei zeigte es sich erneut, dass in den meisten Staaten auch neuere legislative Initiativen weiterhin national determiniert sind und selbst rechtsvergleichende Erkenntnisse aus anderen EU-Staaten nicht immer einbezogen werden. Am Ende der Veranstaltung sprach Prof. Kurt Xerri (La Valetta) eine Einladung nach Malta aus, wo gerade das Mietrecht auf der Grundlage der Tenlaw-Ergebnisse reformiert und im Oktober der nächste Tenlaw-Folgeworkshop abgehalten wird.
Studentischen Teilnehmern des aktuellen Seminars zu Housing Law and Policy bot der Workshop die Gelegenheit, eine wissenschaftliche Veranstaltung in englischer Sprache auf höchstem Niveau mitzuerleben.