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Eine Veranstaltung des Bundesarbeitsgerichts

Im WS 2017/18 veranstaltet das Bundesarbeitsgericht den 7. Moot Court Arbeitsrecht, mit dem im Rahmen einer simulierten Gerichtsverhandlung die beste Bearbeitung eines arbeitsrechtlichen Falles ermittelt wird. Richterinnen und Richter des Bundesarbeitsgerichts werden einen Fall entwickeln, den studentische Teams aus allen interessierten deutschen Fakultäten in verteilten Rollen behandeln sollen. Die „Verhandlung“ findet am 18. Januar 2018 im Bundesarbeitsgericht statt. Gesucht werden Studierende der Rechtswissenschaften ab dem vierten Semester, die in Teams von zwei bis drei Personen bei der Verhandlung eines arbeitsrechtlichen Falles gegeneinander antreten.

Die Anmeldung von Teams ist bis zum 16. Juni 2017 über die jeweiligen Lehrstühle möglich – interessierte Studierende des Fachbereichs Rechtswissenschaft können sich an Prof. Dr. Sebastian Kolbe wenden.

Merkblatt zum 7. arbeitsrechtlichen Moot Court

Beiträge für die 2. Ausgabe gesucht

Das Anglo-German Law Journal sucht nach Studierenden oder Fakultätsmitgliedern, die als Autor_innen an der zweiten Ausgabe mitwirken möchten. Herausgeber ist der Anglo-German Law Society e.V. Der Verein wurde 2002 am King's College im Rahmen eines deutsch-englischen Doppelstudiengangs gegründet und hat sich als Ziel die Verbesserung und Vertiefung deutsch-englischer Rechtsbeziehungen gesetzt. Das Anglo-German Law Journal soll diese Zielsetzung weiter unterstützen und eine Plattform für die Intensivierung des europäischen und deutsch-englischen Austauschs etablieren.  

Das Anglo-German Law Journal konzentriert sich auf akademische Texte. Vor allem jungen Autor_innen soll die Möglichkeit gegeben werden, ihre Meinungen und Darlegungen zu juristischen Sachverhalten zu publizieren. Die ersten beiden Ausgaben können online hier und auf HeinOnline eingesehen werden. Das Journal ist auch als Print-Ausgabe erhältlich und liegt an vielen Universitäten in Deutschland und dem Vereinigten Königreich aus. 

Artikel können unter aglj@aglawsoc.org eingereicht werden.

 

BMBF-gefördertes Forschungsprojekt unter Beteiligung des IGMR

Die Ergebnisse der Studie „Monitor IT-Sicherheit Kritischer Infrastrukturen“, die vom IGMR am Fachbereich Rechtswissenschaft gemeinsam mit der Universität der Bundeswehr München, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Deutschen Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE) durchgeführt wurde, sind im April 2017 von Bundesministerium für Bildung und Forschung veröffentlicht worden. Die Studie zum aktuellen Stand der IT-Sicherheit für Kritische Infrastrukturen in den Bereichen Wasser- und Energieversorgung sowie Informations- und Kommunikationstechnik wurde im Rahmen des BMBF-geförderten Forschungsprojekt „VeSiKi“ (Vernetzte IT-Sicherheit Kritischer Infrastrukturen) durchgeführt, das mit seiner Arbeit Gesellschaft und Politik für die möglichen Konsequenzen von erfolgreichen IT-Angriffen sensibilisieren und Lösungen zur Abwehr finden möchte.

Pressemitteilung zur Studie

Ergebnisse der Studie unter: https://monitor.itskritis.de/

Erster bundesweiter Moot Court Verfassungsrecht

Das Hamburgische Verfassungsgericht veranstaltet im Sommer- und Wintersemester 2017 in Kooperation mit der Bucerius Law School und der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Hamburg den HANSEMOOT, den ersten bundesweiten Moot Court Verfassungsrecht.

Der Moot Court richtet sich an Studierende bis zum 6. Semester. Die Teilnehmer_innen befassen sich zunächst in Teams durch die Ausarbeitung von Schriftsätzen mit einem aktuellen und hochbrisanten verfassungsrechtlichen Fall. Bei der mündlichen Ausscheidung im Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg werden dann die Ergebnisse Kommissionen mit renommierten Juroren aus der Praxis präsentiert.

Weitere Informationen unter www.hansemoot.de

Angebote des Fremdsprachenzentrums für das SoSe 2017

Das Fremdsprachenzentrum stellt sein Angebot für das Sommersemester 2017 vor. Neben den Sprachkursen für Studierende und Mitarbeiter_innen steht wieder das für Studierende kostenlose Selbstlernangebot im Tutorenprogramnn zur Verfügung. Für Studierende der Universität Bremen mit der Erstsprache Türkisch, Russisch, Polnisch oder Kurdisch bietet das FZHB ein ebenfalls kostenloses Kursprogramm zur Förderung der akademischen Mehrsprachigkeit an.

Veranstaltungen im SoSe 2017

Im Sommersemester 2017 bietet die Universität erneut eine Reihe von Lehrveranstaltungen im Bereich eGeneral Studies an. Die fachübergreifenden Online-Veranstaltungen zeichnen sich durch ein breites Themenspektrum, die flexiblen Lern- und Prüfungsmöglichkeiten sowie die einfache Einbindung in die Curricula vieler Studiengänge aus.

Übersicht der eGeneral Studies-Veranstaltungen

 

Wintersemester 2016/17

Liebe Studierende,

inzwischen sind die Ergebnisse der freiwilligen Lehrevaluation aus dem Wintersemester 2016/17 ausgewertet. Die Studienkommission und der Qualitätszirkel danken allen Studierenden, die sich an der Evaluation beteiligt haben, und allen Lehrenden, die die Ergebnisse ihrer Veranstaltungen zu Auswertungszwecken zur Verfügung gestellt haben. Mittlerweile schon in guter Tradition sind die drei jeweils am besten bewerteten Veranstaltungen aus den Bereichen Pflichtveranstaltungen und Arbeitsgemeinschaften hier zu finden.

Ehrung von wissenschaftlichen Beiträgen

Das Team der Jahreskonferenz ITS/KRITIS 2017 lädt Studentinnen und Studenten der Forschungspartner aus dem Hochschulbereich dazu ein, ihre wissenschaftlichen Beiträge als Gruppen- oder Einzelarbeit einzureichen.

Angenommen werden Beiträge im Umfang von:
Seminararbeiten
Praktikums- und Projektarbeiten
Abschlussarbeiten Bachelor- und Master/ Diplom

Ausgewählte Beiträge werden von den verfassenden Studentinnen und Studenten im Rahmen der Jahreskonferenz ITS|KRITIS 2017 in Berlin präsentiert.

Alle Sitzungen finden auf Deutsch statt und umfassen 20 Minuten Präsentation sowie 10 Minuten für Diskussionen. Praxisorientierte Beiträge sind genauso willkommen wie Arbeiten mit konzeptuell-theoretischer Ausrichtung.

Die Einreichungen werden durch den Programmbeirat begutachtet und bewertet.

Die Auswahl richtet sich nach Originalität, Verständlichkeit, Relevanz der Problembeschreibung oder des Lösungswegs für Kritische Infrastrukturen sowie dem Bezug zur aktuellen Diskussion in Wissenschaft, Industrie oder Politik.

Die beste Arbeit wird mit einem Preis geehrt.

Themenvorschläge:
Cyber-Angriffe
Zertifizierung und Standards
Sichere Identitäten
Management von Informationssicherheit
Sicherheit von Plattformen, Firmware und Betriebssystemen
Industrielle Sicherheit / Internet der Dinge (IoT)
Sichere mobile Kommunikation
IT-Sicherheit und Recht

Formatvorgaben:
Titel
Abstract
1-2 DIN A4-Seiten, bitte reichen Sie NICHT ihre komplette Arbeit ein!
Bitte stellen Sie in einigen Sätzen die Relevanz für KRITIS heraus
Art der Arbeit
Zielgruppe (z.B. Technische Experten, (IT-) Manager)
Name, Vorname, E-Mailadresse
Hochschule, betreuende Professorin / betreuender Professor, Forschungsprojekt 

Wichtige Termine:
Anmeldung der Präsentation mit Abgabe der Kurzfassung: 01.06.2017

  • Kurzreview der eingereichten Beiträge durch den Programmbeirat und Benachrichtigung der Autorinnen und Autoren: 31.07.2017

  • Abgabe der Präsentation: 20.09.2017

  • Konferenz: 11. und 12.10.2017, Berlin, Kalkscheune

 

Programmbeirat:

Dr. Dennis-Kenji Kipker, Universität Bremen

Dr. Steffi Rudel, Universität der Bundeswehr München

Dr. Dr. Albrecht Fritzsche, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Bitte senden Sie Ihre Einreichung bis zum 01.06.2017 an: vesiki-for-students@itskritis.de

Pressemitteilung für Donnerstag, 24. November 2016, 17.00 Uhr

Zum dritten Mal findet im Bremer Rathaus die Promotionsfeier des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Universität Bremen statt.

Herr Staatsrat Prof. Stauch empfängt die Promovierten des Fachbereichs 6 der Universität Bremen im Rathaus. Gemeinsam mit Herrn Prof. Dr. Kähler (Dekan Fachbereich 6 der Universität Bremen) und Frau Rechtsanwältin Dr. Beckmann–Petey (Kanzlei Büsing, Müffelmann &Theye) würdigt er die Leistungen der „doctores“. 

Die Kanzlei Büsing, Müffelmann und Theye hat auch in diesem Jahr finanzielle Mittel für zwei Promotionspreise für herausragende Dissertationen zur Verfügung gestellt. 

Eine Jury, bestehend aus Vertretern des Senators für Justiz und Verfassung, des Fachbereichs Rechtswissenschaft und der Kanzlei Büsing, Müffelmann & Theye hat zwei Promotionen der Jahrgänge 2015/16 für die Promotionspreise ausgewählt. Beide Dissertationen sind mit der Note „summa cum laude“ bewertet worden. 

Die diesjährige Festrede mit Thema „Die Bremer Juristenausbildung, der deutsche Nationalstaat und der Gang nach Europa: Geschick, Missgeschick, Aufgabe“ (vgl. hierzu Programm Promotionsfeier in der Anlage)“ hält Herr Prof. Dr. Christian Joerges, Universität Bremen. 

Folgende Auszeichnungen werden vergeben:

Der erste Preis wird verliehen an Herrn Dr. Freiherr von Harder und von Harmhove für seine Arbeit „Unternehmensinternes Vertragsrecht – Normsetzung, Streitschlichtung und Vollstreckung im firmeninternen Handel“. 

Die Arbeit geht der bisher aus juristischer Sicht nicht behandelten Frage nach, wie bei  grenzüberschreitender Vertragsdurchsetzung innerhalb multinationaler Unternehmen der Austausch von Leistungen zwischen verschiedenen unternehmensinternen Einheiten institutionell organisiert und insbesondere wie Konflikte, die aus dem firmeninternen Handel resultieren, gelöst werden.

Den zweiten Preis erhält Frau Dr. Zelenska  für ihre englischsprachige Doktorarbeit unter dem Titel „Getreidepolitik und die Anforderungen der Außenhandelsliberalisierung: am Beispiel der Europäischen Union und der Ukraine”

In dieser Arbeit wird erstmals der Frage nachgegangen, wie sich handelspolitische Maßnahmen in den Getreidesektoren der Ukraine und der Europäischen Union unter besonderer Berücksichtigung von Agrarsubventionen auswirken.

ZERP-Studie zeigt: Im europäischen Vergleich schwankt der Mieter rechtlich zwischen rechtlosem Bewohner bis zum Quasi-Eigentümer

So unterschiedlich die europäischen Länder, so unterschiedlich sind auch ihre Mietpraktiken: In England unterzeichnet man beispielsweise einen Mietvertrag für meist nur sechs Monate, eine Verlängerung liegt im Ermessen des Vermieters. In Osteuropa wird das offizielle Mietrecht wenig genutzt, die meisten Wohnungen werden ohne Verträge unter der Hand vergeben. In Schweden sind hohe illegale Ablösesummen von bis zu 100.000 Euro für günstige Altverträge verbreitet. Zu diesen Erkenntnissen kommt jetzt eine Studie des Zentrums für Europäische Rechtspolitik (ZERP) der Universität Bremen. Unter Bremer Führung hat das Konsortium „Tenlaw“ (Tenancy Law and Housing Policy in multi-level Europe), bestehend aus Forschungsinstituten aus England, den Niederlanden, Schweden, Italien, Spanien, Slowenien, Ungarn, Polen und Estland, über die vergangenen fünf Jahre Wohnungspolitik und Mietrecht in allen EU-Staaten und weiteren Ländern (Türkei, Japan und Norwegen) untersucht. Finanziert wurde dieses Großprojekt von der Europäischen Kommission nach dem 7. Rahmenprogramm für Forschung und Entwicklung.

„Wild-West-Verhältnisse“ auf den Wohnungsmärkten

Obwohl nationale Mietrechte das Leben von ungefähr einem Drittel der europäischen Bürger existentiell betreffen, wurden diese noch nie aus vergleichender und europäischer Perspektive analysiert. Für Deutschland ist der Vergleich besonders spannend, da hier die Hälfte der Bevölkerung in Mietwohnungen lebt. „Wir haben in der Studie den ersten europäischen Atlas zum nationalen Mietrecht zusammengestellt“, erklärt Professor Christoph Schmid vom ZERP der Uni Bremen. „Und die Ergebnisse sind verblüffend. Jedes Land hat eigene Regeln und Praktiken im Mietrecht entwickelt – teils legale, teils illegale. Es herrschen vielerorts „Wild-West-Verhältnisse“ auf den Wohnungsmärkten.“

Der Schwarzmarkt in Osteuropa blüht

Generell sind die europäischen Mietrechte stark politikabhängig und inhaltlich unterschiedlich ausgerichtet: Neoliberale Regelungen fast ohne Mieterschutz stehen an der Seite von stark sozial-interventionistischen Regimen, unter denen der Mieter eine Quasi-Eigentümerstellung hat. Zudem werden nationale Mietrechte von europäischen Rahmenbedingungen immer stärker beeinflusst. „In vielen osteuropäischen Ländern hat der Schwarzmarkt für Wohnungen bedrohliche Ausmaße angenommen, ohne Bestechungen und Beziehungen ist hier kaum etwas zu machen“, so Schmid weiter. „Bei uns ist das Mietrecht dagegen trotz aktueller Konflikte wie bei der Mietpreisbremse verhältnismäßig ausgewogen, und Streitigkeiten verlaufen meist in rechtlichen Bahnen: In Deutschland gibt es mehr Gerichtsverfahren zum Mietrecht als in allen europäischen Ländern zusammen.“
Eine Harmonisierung der Mietrechte ist angesichts zu unterschiedlicher wirtschaftlicher und sozialer Verhältnisse in den EU-Staaten weder wünschenswert noch realistisch, so die Studie. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler empfehlen eher eine von der EU vermittelte Orientierung an nationalen „best practice“ Beispielen im Mietrecht, die auf ein regulatives Gleichgewicht zwischen Mieter- und Vermieterseite unter Einbeziehung öffentlicher Interessen abzielen.

Länderberichte online abrufbar

Die Ergebnisse des Projekts sind in 32 englischsprachigen Länderberichten sowie 12 vergleichenden Berichten dokumentiert. Alle Ergebnisse sind auf der Projektwebsite www.tenlaw.uni-bremen.de kostenfrei abrufbar. Für Nicht-Juristen besonders interessant ist ein Praxisführer zum Mietrecht aller EU-Staaten („My rights as tenant in the EU“).

Tenlaw“ erreichte bei einer Auswertung der EU-Kommission in punkto „social impact“ einen Spitzenplatz unter den sozialwissenschaftlichen Projekten des 6. und 7. EU-Rahmenprogramms. Auf Initiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit wurde „Tenlaw“ vor kurzem als deutscher Beitrag zur Habitat III-Konferenz der Vereinten Nationen in Quito/Ecuador vorgestellt.

Weitere Informationen:
Universität Bremen
Fachbereich Rechtswissenschaften
Zentrum für Europäische Rechtspolitik (ZERP)
Prof. Dr. Christoph U. Schmid, Ph.D.
Tel.: +49 421 218-66200
E-Mail: cschmid@uni-bremen.de